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Raufen nach Regeln

Datum 14.12.07      Autor   Andreas Stockmann

Es gibt immer wieder Kinder die das etwas stärkere Bedürfnis haben mit anderen zu raufen. Andere Kinder sind zunächst ängstlich und möchten überhaupt nicht >> kämpfen << wie es im Kinderjargon heißt. Aber grundsätzlich sollten alle Kinder lernen sich kontrolliert zu wehren und auch sich selber oder dem Anderen Einhalt zu gebieten, wenn es über die erlaubten Grenzen hinausgeht.

Die Kindergartenleiterin Conny Rosenthal hat dies schon frühzeitig erkannt und erlebt es jeden Tag im Arche-Noah Kindergarten in Meißenheim, dass Kinder sich einfach austoben müssen und dass Kinder auch manches mal Grenzen überschreiten, die einfach nicht überschritten werden sollten. Hier hat sie nun in Michael Hockenjos aus Meißenheim, einem sehr geübten Kampfsportler und Bewegungskünstler einen Projektleiter gefunden, der jeden Freitag im Kraftraum in der Meißenheimer Sporthalle eine Rauf- und Übungsstunde mit den Kindern veranstaltet. Geregeltes Raufen bedeutet zunächst einmal Regeln, Sicherheitsregeln und Trainingsregeln kennen zu lernen. Techniken wie sich zu wehren ohne dem anderen gleich weh zu tun, sich zu befreien aus einem Griff, sich in Unterlage umzudrehen und vieles andere mehr bringt der geübte Trainer den Kindern bei. Alles für den Alltag. Hinfallen, Schubsen, Aufstehen und Angriffen zu widerstehen oder sie mit einfachen Mitteln abzuwehren, alles wird auf der Matte geübt. Selbstverständlich geschieht dies alles spielerisch und mit viel Körperbeherrschung. >> Was Du nicht willst, dass man es tut, das füg auch keinem anderen zu <

Hockenjos ist ein exzellenter Fachmann, der viel Geduld für die Kinder mitbringt, von den Kindern voll akzeptiert wird, sehr gut durchtrainiert ist und das richtige Fehling für die Kinder mitbringt. Derzeit sind es 10 Kinder die mit voller Begeisterung in der Sporthalle üben und es wäre schön, wenn Hockenjos in dem Kraftraum noch ein bisschen Zeit erhalten könnte, dann könnte mancher Unfall im Kindergarten und später in der Schule verhindert werden.

Dies ist der richtige Weg in unserer sonst doch manchmal so brutalen Welt.

(Bericht und Bilder: Hans Spengler)












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